Handys und Smartphones sind heutzutage die wahrscheinlich meistgenutzten technischen Geräte und fast dauerhaft im Einsatz, egal ob beruflich, privat oder zum Vergnügen. Handy-Techniker und -Technikerinnen sind dafür da, dass Verschleiß oder Schäden am Gerät nicht zu einer teuren Neuanschaffung führen.
Es gibt verschiedene weitere Berufsbezeichnungen für Handy-Techniker und -Technikerinnen. Sie sind unter anderem als Servicetechnikerin für Smartphone-Reparatur oder als Smartphone-Techniker bekannt. Verwandte Berufe sind Systemtechniker für Telekommunikation oder Informationselektronikerin für Geräte und Systeme.
Der Arbeitsalltag von Handy-Technikerinnen besteht größtenteils aus der Reparatur von Handys und Smartphones. Sie kümmern sich um die Beseitigung von Schäden an der Hardware des Telefons. Dazu gehört in den meisten Fällen der Austausch von Displays und Akkus oder die Reparatur von Kameras. Seltener fallen auch Reparaturen an den Anschlüssen der Smartphones oder an Lautsprecher und Mikrofon an. Um diese Aufgaben erledigen zu können, ist es oft notwendig, die Smartphones aufzuschrauben. Im Inneren führen die Handy-Technikerinnen unter anderem Lötarbeiten durch. Neben der Handyreparatur können auch anderer technische Geräte wie Tablets oder Laptops und Computer in das Aufgabengebiet von Servicetechnikerinnen für Smartphone-Reparatur fallen.
Bevor sie Reparaturen durchführen können, muss allerdings erst einmal der Fehler gefunden werden. Während die Probleme in manchen Fällen schon mit bloßem Auge erkennbar sind, verwenden Handy-Technikerinnen normalerweise bestimmte Software für die Fehlersuche.
Neben den Reparaturarbeiten beinhaltet dieser Beruf außerdem den persönlichen Kontakt mit Kundinnen und Kunden. Besonders bei kleineren Betrieben übernehmen Handy-Technikerinnen oft die Bedienung und Beratung der Kundschaft und informieren sie über den Zustand des Smartphones. Außerdem erstellen sie Kostenvoranschläge für geplante Leistungen und vergeben Termine für die Abgabe und Abholung des Handys.
Handy-Techniker arbeiten oft bei Telekommunikationsunternehmen. Dort sind sie in den meisten Fällen in Servicestellen beschäftigt, wo sie direkt mit den Kunden in Kontakt stehen und ihre Anliegen aufnehmen. Weiter können Handy-Techniker bei Technikunternehmen angestellt sein, welche Smartphones herstellen und verkaufen. Hier arbeiten sie ebenfalls in Servicestellen, aber auch in größeren zentralen Werkstätten, wo sie Aufträge bearbeiten. Eine weitere Möglichkeit für Handy-Techniker ist es, sich selbstständig zu machen und einen eigenen Laden für Handyreparaturen zu eröffnen.
Der Beruf Handy-Technikerin ist nicht geschützt und es gibt auch keinen klassischen Ausbildungsweg. Stattdessen ist dies in erster Linie ein Quereinsteigerberuf. Voraussetzung, um Handy-Technikerin zu werden, ist vor allem eine technische Ausbildung, das Fach der Elektrotechnik bietet sich hierfür besonders an. Erste Erfahrungen hinsichtlich der Reparatur von Smartphones, Tablets oder Computern erweisen sich ebenfalls als hilfreich, um den Einstieg in den Berufsalltag zu erleichtern.
Da die Reparaturarbeit an Smartphones eine sehr feingliedrige ist und nicht viel Spielraum für Ungenauigkeiten lässt, müssen Handy-Techniker notwendigerweise eine sehr genaue Arbeitsweise haben und über eine ruhige Hand verfügen. Ebenso wichtig ist die Arbeitsplanung. Da die Kunden ihre Smartphones normalerweise möglichst zeitnah wieder in den Händen halten wollen, müssen die Service-Techniker ihren Arbeitstag zeiteffizient einteilen und die selbst gesetzten Deadlines einhalten. Darüber hinaus brauchen sie EDV-Kenntnisse und technisches Knowhow, um die Fehlersuche zu optimieren. Letztendlich sind gute sprachliche und Kommunikationsfähigkeiten hilfreich, um den Kunden gegenüber professionell aufzutreten.