Backstubenleiter und Backstubenleiterinnen übernehmen die Leitung von Backstuben und sorgen dafür, dass alle Arbeiten und Prozesse reibungslos ablaufen. Backstubenleiter und Backstubenleiterinnen arbeiten oft mit Bäckern, Bäckermeisterinnen und Bäckereifachverkäufern zusammen.
Eine Backstubenleiterin tut im Grunde genau das, was ihre Berufsbezeichnung vermuten lässt. Sie kümmert sich darum, dass die tägliche Produktion reibungslos abläuft und immer ausreichend Backwaren für die Kundschaft bereitliegen. Besonders während der belebten Frühstückszeit ist es wichtig, genügend Backwaren für die Kundschaft anzubieten. Dafür kauft sie regelmäßig wichtige Rohstoffe wie Mehl und Eier ein und prüft deren Qualität. Außerdem übernimmt sie die Leitung und Führung ihres Teams in der Backstube. Sie ist eine Ansprechperson für ihre Mitarbeiterinnen, erstellt die Dienstpläne und bearbeitet Urlaubsanfragen. Gegebenenfalls trägt sie auch Sorge dafür, dass immer genug Personal vorhanden ist, um Ausfälle zu kompensieren. Bei Bedarf arbeitet sie selber aktiv mit, um alle Vorgaben zu erreichen. Außerdem prüft sie die Qualität der Backwaren, bevor sie diese zum Verkauf freigibt. Eine Backstubenleiterin muss ihre Arbeit immer nach den gesetzlichen Hygienevorschriften ausrichten.
Ein Backstubenleiter arbeitet immer in Bäckereien und Backstuben, die entweder eigenständig sind oder Teil einer größeren Kette oder Supermarktfiliale sein können. Der konkrete Arbeitsplatz eines Backstubenleiters ist zu gleichen Teilen ein Büro und die Backstube. Er übernimmt sowohl administrative und kaufmännische als auch tatsächliche Handarbeit in der Bäckerei.
Ein Backstubenleiter kann auch in spezifischeren Backbetrieben arbeiten, beispielsweise in Konditoreien.
Um als Backstubenleiterin zu arbeiten, führt kein Weg an einer Berufsausbildung zur Bäckerin vorbei. Diese läuft dual ab und dauert ungefähr drei Jahre. Während der Ausbildung werden den Auszubildenden verschiedene Backwaren und Herstellungstechniken vermittelt. Die Grundvoraussetzung für eine Berufsausbildung zur Bäckerin ist ein Hauptschulabschluss. Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung haben die Auszubildenden den Gesellentitel erreicht. Im Anschluss daran müssen Interessierte noch eine Meisterweiterbildung absolvieren, bevor sie als Bachstubenleiterin arbeiten können.
Ein Backstubenleiter ist eine Führungsperson und sollte dementsprechend auftreten. Er sollte Führungsqualitäten mitbringen und in der Lage sein, sein Team souverän anzuleiten und den Betrieb zu führen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass ein Backstubenleiter großes Qualitätsbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln mitbringt.